Einen Notruf abzusetzen klingt zunächst einfach. Doch wenn plötzlich ein Unfall passiert, jemand Hilfe braucht und die Aufregung groß ist, kann selbst das Sprechen am Telefon zur Herausforderung werden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu üben, wie man in einer solchen Situation Hilfe holt. Genau darum ging es beim Besuch unserer jungen Assistentinnen und Assistenten des Isar Schwimmclubs und ihrer Geschwister in der Feuerwache 4, in der sich die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr München befindet.
Bevor es an die praktische Übung ging, konnten die Kinder und Jugendlichen die Feuerwache besichtigen. Sie bekamen einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr und lernten den Ort kennen, an dem sich die Einsatzkräfte auf ihre Aufgaben vorbereiten. Der Besuch bot damit auch die Gelegenheit, die Menschen hinter dem Notruf kennenzulernen. Anschließend übten unsere jungen Assistentinnen und Assistenten gemeinsam mit den Profis der Feuerwehr, unter Stress einen Notruf richtig abzusetzen. Dabei ging es darum, trotz Aufregung möglichst ruhig zu bleiben, die Situation verständlich zu beschreiben und aufmerksam auf die Fragen der Leitstelle einzugehen.
Unsere 1. Vorsitzende, Audrey Nickel, erklärt: „Dass Kinder wissen, wie sie Hilfe holen können, ist von großer Bedeutung. Sie können im Alltag jederzeit in eine Situation geraten, in der ein anderer Mensch Unterstützung braucht – zu Hause, auf dem Schulweg, beim Spielen oder beim Sport. Sie müssen dann nicht selbst alle Antworten kennen oder das Problem lösen. Entscheidend ist, eine Notlage zu erkennen und Hilfe zu verständigen. Zu wissen, dass am anderen Ende der Leitung jemand zuhört, gezielt nachfragt und durch das Gespräch führt, gibt Sicherheit. Danke an die Feuerwehr für eine supertolle Führung und den für uns so wichtigen Praxisanteil.“
Markus Piendl, verantwortlich für die operative Leitung beim Isar Schwimmclub, stimmt zu: „Für unsere Assistentinnen und Assistenten war der heutige Besuch bei den Profis der Feuerwehr besonders wertvoll. Sie unterstützen das Training, begleiten jüngere Kinder und sind für diese wichtige Ansprechpersonen und Vorbilder. Gerade im Umfeld des Schwimmbeckens und im Trainingslager sind Aufmerksamkeit und verantwortungsvolles Handeln gefragt. Dazu gehört auch, bei einem Zwischenfall Unterstützung zu holen und wichtige Beobachtungen weiterzugeben. Das Üben des Notrufs ergänzt die Aufgaben unserer Assistentinnen und Assistenten im Verein: Es stärkt ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und bereitet sie darauf vor, auch in ungewohnten und aufregenden Situationen einen wichtigen Beitrag zu leisten. Diese Sicherheit ist nicht nur für uns als gemeinnützigen Schwimmclub wertvoll, sondern weit darüber hinaus.“
Die Assistentinnen Lucia und Magdalena bringen es kurz und knapp auf den Punkt: „Falls mich der Trainer bittet, den Notruf zu wählen, bleibe ich ruhig, wähle die 112 und sage, wo wir sind und was passiert ist. Dann beantworte ich die Fragen und lege erst auf, wenn die Leitstelle es sagt. Ich muss nicht alles perfekt erklären – die Damen und Herren in der Leitstelle helfen im Telefonat weiter.“
Ausbilder Thomas von der Feuerwache 4 hat sich über den Besuch der Assistentinnen und Assistenten des Isar Schwimmclubs sehr gefreut: „Die Tür der Feuerwache 4 steht Schulen und Vereinen gerne offen. Es war schön, engagierte Assistentinnen und Assistenten sowie Trainerinnen und Trainer einer Schwimmabteilung kennenzulernen und ihre Fragen zu beantworten. Dass die Assistentinnen und Assistenten alle über eine Erste-Hilfe-Ausbildung und den Rettungsschwimmer in Silber verfügen, schätzen wir sehr.“





